sky und heaven Himmelfahrt

Heute ist Nele noch gespannter als sonst auf den Religionsunterricht. Sie hatten als Aufgabe letzte Woche aufgeschrieben, dass jedes Kind ein großes Badehandtuch mitbringen soll. Also hat Nele ihr größtes und schönstes Badehandtuch in eine Extra-Tasche gesteckt und es so, neben der Schultasche, mit zur Schule gebracht.

Die anderen Kinder auch. Alle haben daran gedacht. Die Religionslehrerin war begeistert. Das hatte sie nicht erwartet und selber noch ein paar Badehandtücher mitgebracht. Gemeinsam räumten sie Stühle und Tische zur Seite und dann breiteten sie ihre Badehandtücher wie Sonnenstrahlen auf dem Boden aus. Mit dem Kopf legten sie sich zur Mitte hin auf die Tücher. Das ist ja ungewöhnlich. Sie begannen mit einem Lied, so wie immer, aber halt im Liegen.

Dann warf die Religionslehrerin mit einem Beamer ein Bild von einem blauen Himmel an die Decke. Die Kinder sollten überlegen, was man manchmal noch so an so einem Himmel sah. Das war einfach: Wolken, kleine und große Vögel, die Sonne, Flugzeuge, manchmal auch Äste von großen Bäumen, Schmetterlinge, Insekten, Blitze.

Nachts ist der Himmel dunkel und wir sehen Sterne und den Mond, und auch manchmal Flugzeuge, und Fledermäuse, Eulen auch.

Dann erklärte die Religionslehrerin, dass sie jetzt schnell zwei englische Worte lernen mussten. Sky und heaven. 

"Sky ist das Wort für den Himmel, den wir gerade beschrieben haben. Blau, Wolken, Vögel. Und heaven ist das Wort für den anderen Himmel. Wisst ihr, was ich meine?" „Anderer Himmel?“, Nele dachte nach und platzte heraus: „Der Opa ist im Himmel!“ Ein anderes Kind sagte: „Gott ist im Himmel!“ „Genau, das ist der heaven. Der andere Himmel."

Heute geht es in unserer Geschichte um diese zwei Himmel. Sky und heaven!

Dann änderte die Religionslehrerin das Bild. Der blaue Himmel war noch da und man sah ein paar nackige Füße von unten.

Was das wohl sollte? Die Kinder schauten etwas irritiert. Füße von unten mitten im Sky-Himmel?

„Wollt ihr die Geschichte zu den Füßen hören?“, fragte die Religionslehrerin. Klar wollten sie die Geschichte hören. „Wollt ihr liegenbleiben oder lieber sitzen?“, fragte sie als Nächstes. Sie waren sich alle einig: „Liegenbleiben!“ Wann konnte man schon mal im Liegen in der Schule etwas lernen?

Also fing die Religionslehrerin an zu erzählen: „Jesus war auferstanden. Immer wieder traf er sich mit seinen Freundinnen und Freunden. Nun waren schon 40 Tage vergangen und Jesus war mal wieder mit ihnen allen zusammen. Er sprach ernste Worte mit ihnen: ‚Verlasst in den nächsten Tagen Jerusalem nicht. Ich habe es euch ja schon ein paarmal erzählt: Es wird der Heilige Geist kommen. Der wird euch unterstützen und euch nahe sein. So wie ich euch viele Tage nahe war. Von diesem Heiligen Geist werdet ihr die Kraft bekommen, meine Zeugen zu sein, in Jerusalem und auf der ganzen Erde.‘ Als Jesus das gesprochen hatte, wurde er von einer Wolke umhüllt und in den Himmel getragen. Die Freunde und Freundinnen begriffen gar nicht, was sie sahen. Sie schauten gebannt zum Himmel nach oben. Und auf einmal waren da zwei Männer, ganz weiß gekleidet, bei ihnen und fragten sie: ‚Was steht ihr da und schaut in den Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird wiederkommen – genauso, wie ihr ihn habt in den Himmel gehen sehen.‘ Die Freundinnen und Freunde schauten noch eine Weile in den Himmel. Es war nichts mehr zu sehen, nur noch blauer Sky.“ Die Religionslehrerin änderte das Bild und es wurde so, wie es am Anfang der Stunde war. Und erzählte dann kurz weiter: „Danach gingen sie alle zurück in die Stadt Jerusalem. Da sollten sie ja warten auf den Heiligen Geist. Sie hatten keine Ahnung, wie der sein würde, der Heilige Geist. Doch sie vertrauten auf Jesus.“

Dann war die Geschichte fertig. Die Lehrerin schaltete den Beamer aus und forderte die Kinder auf, aufzustehen und ihre Handtücher zusammenzurollen. Gemeinsam räumten sie das Klassenzimmer wieder auf. Es war noch etwas Zeit und die Schülerinnen und Schüler malten sky und heaven in ihr Heft. Die untere Hälfte der Seite mit Syk. Blau, Wolke, Vögel und vieles mehr.

Die obere Seite mit heaven. Das war schwierig. Nele malte den Opa, und Gott und Jesus und dann noch Engel. Und mitten durch das Bild schrieben sie von oben nach unten: Himmelfahrt. Nele war zufrieden mit ihrem Bild. Sie wollte es der Oma zeigen und erklären.

Als der Unterricht um war, ging Nele fröhlich nach Hause.

Nächste Woche geht es dann um den Heiligen Geist, auf den die Freundinnen und Freunde von Jesus ja warten sollen.

Apg 1,4-12 i.A.

23.5.2026

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Das verlorene Schaf